Baumschule Horstmann/Pflanzenschutz
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Als Klein-Hobby-Gärtner

Kleingärtner

Garten und Balkon
In jedem Garten, ob groß oder klein, ob Gemüsegarten oder Ziergarten, gibt es zahllose Möglichkeiten, wahre Paradiese für Blütenbesucher zu schaffen.
Anregungen dazu finden Sie in Merkblättern, vieles lässt sich aber auch aus den Bereichen Landwirtschaft und Gehölze in den eigenen Garten übertragen.

Rasen macht nur Arbeit.

Nutzen Sie Ihren Rasen - oder macht er Ihnen nur Arbeit?
Hand aufs Herz: Der Rasen macht eigentlich nur Arbeit. Und warum? Weil's alle so machen. Also: Wenn Sie ihn nur mähen, damit die „Leute nicht reden" - dann denken Sie mal daran, dass Bienen, Hummeln und Schmetterlinge ihn nützen könnten.
Denn ein ständig nur grüner „Rasen" ist erstens überhaupt nichts für unsere trockene Gegend, denn er muss nicht nur gemäht, sondern auch gewässert werden. Zweitens müssen Sie sich nicht wundern, wenn Sie so wenig flatternde und brummende Tiere in Ihrem Garten sehen. Denn die finden nichts.
Probieren Sie's aus: Lassen Sie Gänseblümchen und Löwenzahn stehen, wagen Sie es sogar, ein paar Brennesseln und Disteln nicht auszureißen, dann werden Sie neben Insekten auch wieder mehr Vögel im Garten haben - die Insektenfresser nämlich, die ansonsten um Ihren Garten auch einen großen Bogen machen.
Übrigens: Aus Brennesseln und Löwenzahn lassen sich gute Salate und Gemüse machen, lecker und gesund!
Ihr Bienenbündnis Untersiemau / Heinrich Arnold
Quelle; Amtsblatt der Gemeinde Untersiemau

Klein-und Hausgärtner

Blühende Kleingarten
Blühende Kleingarten Foto: Heinz Stammberger

Blütenbesuchende Insekten im Garten
Was Hausgärtner zur Versorgung Blüten besuchender Insekten tun können
Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und Co. sind unersetzlich. Als Blütenbestäuber sorgen sie für
die Vielfalt von Pflanzen und Tieren. Im Obstanbau ist das wertvolle Zusammenspiel von blütenbesuchenden
Insekten und Ertrag am deutlichsten sichtbar: Ohne die Bestäubung der Apfelblüten
im Frühjahr durch Bienen, Hummeln und Wildbienen gäbe es im Herbst nur wenige und
minderwertige Äpfel. Auch bei den Wildpflanzen gibt es unzählige solcher Abhängigkeiten. Damit
Honigbienen, Hummeln, Wildbienen, Schmetterlinge, Wespen, Hornissen, Schwebfliegen
und viele Käferarten überleben können, brauchen sie vom zeitigen Frühjahr bis zum Spätherbst
ausreichend Nahrung und Wohnraum. Gerade der Hausgärtner hat viele Möglichkeiten, im
Nutz- und Ziergarten Lebensräume und Nahrungsangebot für Blüten besuchende Insekten zu
schaffen.
Das lebenswichtige Nektar- und Pollenangebot von Frühjahr bis zum Herbst kann der Gärtner durch
den gezielten Anbau von blühenden Pflanzen bereitstellen. Die genannten Insekten haben zwar z.T.
sehr unterschiedliche und spezialisierte Nahrungsansprüche, trotzdem gibt es allgemeingültige Hinweise
zur Pflanzenauswahl
:
• Wählen Sie viele verschiedene, einheimische und standortangepasste Blühpflanzen.
• Verlängern Sie das Blütenangebot durch den Anbau von früh-, mittel- und spätblühenden Sorten;
wichtig sind v.a. Pollen- und Nektarspender im Frühjahr und im Spätsommer.
• Vermeiden Sie gefüllt blühende Blumensorten, sie bieten keinen Nektar und Blütenstaub.
Im Gemüsebeet
Viele Kulturen können erst im Mai oder Juni gesät oder im Juli gepflanzt werden, andere räumen schon
im Juni das Feld. Durch geschicktes Einbeziehen von Gründüngungspflanzen nicht

nur nach der Ernte –
also entsprechend einer Zwischenfrucht in der Landwirtschaft – sondern v.a. auch vor Aussaat oder
Pflanzung sind gleichzeitig viele Effekte erreicht: Bodenbedeckung und Humusaufbau, Unterdrückung von
unerwünschten Beikräutern und ein Angebot von hervorragenden Nahrungsquellen für Bienen und andere
Blütenbesucher.
Welche Arten bieten sich an? Grundsätzlich genau die gleichen wie in der Landwirtschaft: Phacelia,
Buchweizen und Senf (nicht bei Kohlhernie einsetzen) blühen bei zeitiger Aussaat bereits ab Mai. Wer
dann schon pflanzen will, kann einfach aus dem Bestand heraus „büschelweise“ die Gründüngung herausziehen
(geht bei lockerem Boden ganz leicht!) und seine Jungpflanzen einsetzen. Diese wachsen
zunächst geschützt und unkrautfrei heran, bis der restliche Bestand verblüht ist oder vollständig um die
kleinen Pflänzchen herum gemulcht wird. Die meisten Kleearten (z.B. Inkarnat- und Perserklee) blühen
erst um einiges später, bieten sich also als Voraussaat für späte Aussaaten (z.B. späte Möhren, Radieschen,
Mangold, später dann Spinat und Feldsalat) oder für noch spätere Pflanzungen (Grünkohl, Porree
usw.) an. Weitere Bienenweidepflanzen wie Ringelblumen und Malven finden sich in Mischungen wie z.B.
der „Tübinger Mischung“ und bereichern die Farbenpracht im Garten. Wer in den Folgejahren einzelne
dieser sich selbst aussamenden Blumen wie z.B. Borretsch und Malve in den Beeten stehen lässt, erfreut
Insekten und das eigene Auge. Beliebte Nektar- und Pollenspender unter den Gemüsearten sind z.B. die
Kürbisgewächse (Zucchini, Kürbis, Gurken).
Schön ist es auch, einzelne Gemüsepflanzen abblühen zu lassen. Blühende Zwiebeln, Möhren und Kohlgewächse
sind nicht nur hübsch, sondern werden auch gerne von Insekten besucht.
Im Kräuterbeet
Auch wenn die Blüten von Gewürz- und Teekräutern oft klein und unscheinbar aussehen, sind die meisten
bei Blütenbesuchern äußerst beliebt und bieten vor allem im Sommer und Spätsommer Pollen und
Nektar. Voraussetzung ist: Wir lassen die Kräuter blühen!
Wertvolle Gewürzkräuter: Salbei, Rosmarin, Lavendel, Pfefferminze, Melisse, Fenchel, Dill, Liebstöckel,
Majoran, Oregano, Thymian, Borretsch, Beinwell u.a.

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