Baumschule Horstmann/Pflanzenschutz

Bienen sind lebenswichtig

Hunnel- Aktion 2018

Landesweite Aktion
„Hummelfrühling“ startet!
Wer brummt denn da?
Zum Frühlingsbeginn starten BUND Naturschutz (BN) und IfBI (Institut für Biodiversitätsinformation e.V., Ebern) die bayernweite Mitmachaktion „Hummelfrühling“: Handyfotos von den ersten Hummeln werden von einem Expertenteam bestimmt und mit Informationen zu der jeweiligen Art beantwortet. In Deutschland kann man immerhin über 30 Hummelarten unterscheiden. Der BN ruft alle Naturliebhaber dazu auf, Hummeln zu fotografieren und das Bild per WhatsApp an das Hummeltelefon (0163/9631987) oder per Mail (hummelfund@ifbi.net) zu schicken. Hummelkenner werden die Fotos dann begutachten und (natürlich kostenfrei) antworten, um welche Hummel es sich handelt. Trotz verspätetem Frühling kommen jetzt nach und nach die ersten Hummelköniginnen aus ihrem Winterquartier und suchen nach Nahrung. Im Gegensatz zu Honigbienen, die erst ab einer Tagestemperatur von mindestens 10 °C fliegen, sind Hummeln schon ab 2 °C aktiv. Um fliegen zu können, lassen sie die Brustmuskulatur vibrieren und heizen so ihren Körper auf 30°C auf. Hummeln sind wahre Flugkünstler – obwohl ihre Flügel eigentlich viel zu klein sind, um den enorm dicken Körper zu tragen. Das Geheimnis liegt darin, dass die Flügel bis zu 200mal in der Sekunde schlagen und sich durch ihre Beweglichkeit dabei drehen und verwinden. Das erzeugt Luftwirbel. Wie bei einem Tornado: die Luftwirbel saugen den Flügel in die Höhe. Und so fliegt die Hummel eben doch. „Da immer weniger Wildbienen in heimischen Gärten zu finden sind, möchten wir mit dieser Aktion auf das Insektensterben aufmerksam machen und die Menschen für die pelzigen Flieger begeistern“, sagt Klaus Mandery, Leiter des IfBI, Vorsitzender des BN Haßberge und Bienenexperte.
Jede gemeldete Hummel wird in eine interaktive Website-Karte eingetragen. Das hilft, mehr über die Verbreitung der Hummelarten in Bayern zu lernen. Diese Informationen sind enorm wichtig, um den Schutz der Wildbienen bestmöglich an deren Bedürfnisse anzupassen.
Gez. Dr. Kai Frobel Naturschutzreferent
Für Rückfragen:
Dr. Klaus Mandery, Tel. 0171/6064414 Institut für Biodiversitätsinformation (IfBI), Tel. 09531/9446433- Weitere Informationen:
http://www.ifbi.net/hummel

Bienen, die seit jeher als Bestäuber eine lebenswi

Ursprüngliche Mail von Heinz Stammberger an SPD Parteizentrale:
Sehr geehrte Parteivorsitzende,
in Deutschland geht das Vorkommen von Bienen, die seit jeher als Bestäuber eine lebenswichtige Funktion für unsere Ernährung haben, drastisch zurück. Dieser für den Menschen wie für die Ökosysteme gefährliche Trend muss sofort gestoppt werden. Seine Ursachen sind klar identifizierbar: die industrielle Landwirtschaft, der großflächige Einsatz von Pestiziden, Monokulturen, Flächenversiegelungen und der Verlust von Lebensräumen.
Es müssen dringend Maßnahmen ergriffen werden, um das Bienensterben aufzuhalten:
– das Verbot von bienengefährdenden Pestiziden wie Glyphosat und aller Neonikotinoide
– der Schutz von vorhandenen Lebensräumen für Bienen und Wildbienen, das Wiederherstellen und die Schaffung neuer Lebensräume als Biotopverbund
– die Umgestaltung der konventionellen zu einer bäuerlichen, ökologischen Landwirtschaft mit bienenfreundlichen, vielfältige Fruchtfolgen, Mischkulturen und dem Einsatz von Nützlingen
– die Reform des Zulassungsverfahrens für Pestizide
– das Fördern der Forschung zum Pestizideinsatz, mehr Bienenexpert*innen auf allen Ebenen sowie die Einführung von Langzeit-Monitorings von Bienen und anderen Insekten.
Der BUND und die Aurelia-Stiftung haben diese und weitere Maßnahmen zu einem "Nationalen Bienenaktionsplan" erarbeitet. Als Parteivorsitzende/r werden Sie nach der Bundestagswahl die Schwerpunkte der Arbeit der nächsten Bundesregierung verhandeln und am Koalitionsvertrag mitwirken. Ich bitte Sie, darin den Bienenaktionsplan festzuschreiben. Die Zukunft der Bienen ist unsere gemeinsame Zukunft. Nur durch schnelles und engagiertes Handeln werden wir die Bienen retten können.
Mit freundlichen Grüßen
Heinz Stammberger
Antwort:
Sehr geehrte Damen und Herren, vielen Dank für Ihre E-Mail, die uns am 22. Mai 2017 erreicht hat.
Da wir zu dieser wichtigen Frage einige hundert Anfragen erhalten haben, bitten wir um Verständnis für diese Standardantwort. Das eindeutige Votum Ihrerseits haben wir in jedem Falle zur Kenntnis genommen und berücksichtigen dieses in den weiteren Diskussionen und Entscheidungen.
Die SPD teilt das Anliegen des BUND und der Aurelia-Stiftung, die Lebensräume der Bienen wirksam zu schützen. Mensch und Natur sind dringend auf die Arbeit der Bienen und ihre Bestäubungsleistung angewiesen. Auch wir sehen daher mit großer Sorge, dass die Anzahl der Bienen immer weiter zurückgeht und immer mehr Arten vom Aussterben bedroht sind. Wichtige Initiativen konnten wir bereits auf den Weg bringen, um das Bienensterben zu bekämpfen. So hat sich die SPD in der Bundesregierung dafür eingesetzt, dass am Julius Kühn-Institut eigens ein Institut für Bienenschutz geschaffen wurde, Umweltministerin Barbara Hendricks hat zudem den Schutz der Bienen vor Pflanzenschutzmitteln verbessert und gerade das Projekt BienABest gestartet, um die Arten und die Bestäubungsleistung zu sichern. Dabei ist die SPD sich darüber bewusst, dass wir uns noch mehr anstrengen müssen, um die Zukunft der Bienen langfristig zu sichern. Dem Bienensterben können wir nur Einhalt gebieten, wenn wir unsere landwirtschaftliche Produktion im Einklang mit der Natur gestalten. Wir werden uns deshalb dafür einsetzen, dass alle Betriebe ihre Produktion an dem Leitbild der Nachhaltigkeit ausrichten. Dafür müssen die Maßnahmen aus der Naturschutz-Offensive 2020 vor allem auch im Bereich der Landwirtschaft konsequent umgesetzt werden. Den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und Dünger werden wir auf das unbedingt notwendige Maß reduzieren. Weiterhin setzen wir uns für eine gentechnikfreie Landwirtschaft ein. Wir wollen eine nachhaltige Landwirtschaft und solche Betriebe stärken, die dazu beitragen, die biologische Vielfalt und damit auch die Lebensräume von Bienen zu erhalten. Wir freuen uns dabei auch auf den weiteren Dialog und Austausch mit Ihnen und den vielen anderen Aktiven der Zivilgesellschaft. Wir möchten Sie daher einladen, auch weiterhin unsere politische Arbeit zu begleiten und sich einzumischen. Auf unserer Kampagnen- und Informationsplattform KAMPA17 erfahren Sie mehr über unsere Vorhaben: www.spd.de/kampa17start/
Mit freundlichen Grüßen aus dem Willy-Brandt-Haus Team Direktkommunikation SPD-Parteivorstand Telefon: (030) 25 991-500
Telefax: (030) 25 991-375
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BUND wendet sich gegen bienengefährliche Pestizide

Schmetterlingen, Bienen und Vögeln helfen mit naturnahen Gärten und Grünflächen sowie gezieltem Bio-Einkauf
BUND wendet sich gegen bienengefährliche Pestizide – Neonicotinoide als Gift für Bienen und Vögel in der Kritik
SUVs, Grosskarossen und Geländewagen über ihren zu hohen Energieverbrauch mittelbar am Artensterben mitschuldig
Seit vielen Jahren erfährt man immer wieder von Imkern, dass ihre Bienenvölker erhebliche Verluste erleiden. Auch viele heimische Wildbienen gelten als bedroht; genauso ergeht es vielen Schmetterlingen und Vögeln. Neben der Zerstörung wichtiger Lebensräume ist hierfür auch der immense Einsatz von Pestiziden in der industriellen Landwirtschaft verantwortlich. Aber auch in Baumärkten und Gartencenter läuft der Verkauf von Schädlingsbekämpfungsmitteln auf Hochtouren. Deshalb, gerade auch weil die Unzulässigkeit des Pestizideinsatzes in privaten Grünflächen / im privatgärtnerischen Bereich durch das PflSchG nicht explizit sichergestellt ist und diese zumeist nicht nur nicht naturnah gestaltet und gepflegt, sondern unter hohem Geräte- und damit Energieaufwand geradezu überpflegt, entwertet und damit dem Naturhaushalt entzogen werden, dürften diese bei der naturschutzrechtlichen Eingriffsregelung bei der Aufstellung von Bauleitplänen nicht ohne weiteres als Positivfaktor bewertet werden. Auch und gerade müssen diese bei der Berechnung der Ausgleichserfordernisse ex ante komplett als Eingriffsflächen bewertet werden. Erst dann dürften bei nachgewiesenermassen nachzuweisender tatsächlicher Sicherstellung ausreichend hoher Ein- und Durchgrünungs- sowie Erhalts- und Pflege-Standards Abschläge beim festzulegenden Kompensationsfaktor erfolgen, aber nicht im Vorhinein im blinden Vertrauen auf ökologischen Verstand und Vernunft bei allen Bauleuten, der/die in vieltausendfachen Beispielen von Gärten in der Realität widerlegt sei.
Viele Schmetterlingsarten sind weltweit vom Aussterben bedroht. In Deutschland stehen viele der Tagfalter auf der Roten Liste der bedrohten Arten. In den meisten Fällen haben wir Menschen ihre Lebensräume zerstört – durch die Landwirtschaft, den Siedlungs- und den Straßenbau. In überspritzten Monokulturen finden die Schmetterlinge und ihre Raupen zum Beispiel einfach nicht mehr genug Nahrung. 80 Prozent der heimischen Tagfalterarten stehen auf der Roten Liste der bedrohten Arten. Ursachen sind der Verlust ihrer Lebensräume, Umweltgifte, der Klimawandel, Monokulturen in Land- und Forstwirtschaft. Durch die Ausbreitung der Gentechnik im Agrarbereich könnten viele Arten bald ganz verschwinden, so der BUND. Naturnah angelegte sowie giftfrei gepflegte Gärten und Grünflächen bieten schillernden Faltern Lebensraum, so ein Tipp an alle Gartenbesitzer, Garten- und Grünanlagen-Pflegeunternehmen sowie die kommunalen Gartenämter und Gärtnereien. Aber auch durch den gezielten Kauf von Bio-Produkten können alle VerbraucherInnen zum Schutz der Schmetterling beitragen, denn Bio-Bauern schützen das Grundwasser vor Pestiziden und Nitraten und fördern mit ihrer Arbeit die Artenvielfalt.
Die Politik sei gefragt, die landwirtschaftliche Produktion, insbesondere die bisher gentechnik-freie BIO- Produktion, in Vollzug des Vorsorgeprinzips vor den Gefahren der Ausbreitung von Gentechnik und Pestiziden zu schützen. Die ehrsam auf das Allgemeinwohl bedacht arbeitenden und über den Tellerrand blickenden BIO-Landwirte dürften nicht zu aufwändigsten und teuersten zusätzlichen Kontrollen gezwungen werden, um nachzuweisen, dass ihre Produkte nicht von den Nachbarfeldern her über die Ackergrenzen hinaus mit pestizidgeschwängerten und gentechnisch verseuchten Organismen kontaminiert sind.
Der BUND Naturschutz setzt sich für den Schutz von Schmetterlingen, Bienen, Vögeln, Mensch und Natur vor den negativen Auswirkungen der Agrarindustrie durch Pestizide und Gentechnik ein. Dabei stehen Neonicotinoide als Gift für Bienen und Vögel in der Kritik.
Man empfiehlt daher den gezielten Kauf von Lebensmitteln, Obst und Gemüse aus biologischem Anbau“. Denn Bio-Landwirte verzichten auf chemische Pestizide und Herbizide; diese Gifte vernichten nicht nur die Futterpflanzen vieler Bienen, sondern schaden ihnen auch ganz direkt! Auch den verschiedenen Falter- und Wildbienenarten sei mit naturnahen Gärten und Grünflächen sowie biologischem Landbau ohne Gifteinsatz, dafür aber mit artenreichen Feldrändern, am besten geholfen.
Über Agrosprit aus agrarindustrieller Intensivlandwirtschaft fährt der Bienen- Faltertod auch im Benzintank mit. Neben dem notwendigen Klimaschutz sowie der Energiewende hilft Energiesparen im Verkehr mit Umstieg auf die umweltverträglichsten Verkehrsträger Fahrrad, Bus und Bahn somit auch dem Erhalt der Artenvielfalt in der Natur. Spritfressende SUVs, Grosskarossen- und Geländewagen-Paraden seien über ihren zu hohen Energieverbrauch mittelbar am Artensterben mitschuldig. Ein ausdrückliches Ärgernis stellt es für den BUND dazu dar, dass die öffentliche Hand sich dem Einkauf von Bio-Produkten in grossem Stil verweigert und damit in Sachen Artensterben, Zerstörung von Biodiversität, Böden, Grund- wie Trinkwasser und somit unserer natürlichen Lebensgrundlagen, wie auch im globalen Kontext, in dem auch der Klimawandel steht ebenso schwere Schuld auf sich lädt.
Infopakete „Bienen“ bzw. „Falter“ gibt es beim BN, Albrechtsgasse 3, 94315 Straubing, Tel 09421/2512, straubing@bund-naturschutz.de für 5 € in Briefmarken oder Vorabüberweisung auf das Konto 461251 des BN, Sparkasse Niederbayern-Mitte, BLZ 74250000; IBAN DE03 7425 0000 0000 461251, SWIFT-BIC BYLADEM1SRG mit vollständiger Absenderangabe und Kennwort „IP Bienen“ bzw. „IP Falter“.
Mit freundlichen Grüssen
Johann Meindorfer
BUND-NATURSCHUTZ-MEINDORFER@gmx.de
Bund Naturschutz Geschäftsstelle Straubing
Albrechtsgasse 3, 94315 Straubing
TEL 09421/2512 * FAX 09421/963910 - www.straubing.bund-naturschutz.de

Lesebrief

Die Autoflotten blasen Unmengen klima- und gesundheitsschädlichen Dreck in die Luft. Ob Diesel oder Benziner, ob mehr Stickoxide oder mehr CO2 es ist zuviel des Schädlichen. Wenn man dann noch die ungezügelte Flächenversiegelung mit immer noch weiteren geplanten neuen Asphaltschneisen oder deren Verbreiterungen besieht, die die vorherrschende Politik in den Bundesverkehrswegeplan hinein gepackt haben… Und was an weiteren Park-, Rast- und Stellplätzen für LKWs und Giga-Liner an den Autobahnen noch kommen soll… Dann kann man Markus Peherstorfer nur zustimmen: Es herrscht der verkehrspolitische Wahnsinn. Und es ist schleunigst Abhilfe zu schaffen. Was allein mit dem Vertrösten auf alternative Antriebstechnologien nicht klappen kann.
Der Verweis auf E-Autos oder sogar Kaufprämie dafür, ohne dass sie verbindlich eine energieeffiziente Fahrzeugtechnik in Leichtbauweise und zusätzlich erzeugte umweltverträgliche erneuerbare Energie nutzen, sondern Atom- und Kohlestrom, ist Ausdruck hoher Hilf- bzw. Ahnungslosigkeit. Die nämlich besteht im Verkennen der Wirkungslosigkeit des blossen Austauschens eines Energieträgers gegen einen anderen, der dann wiederum andere Schutzgüter schädigt.
Es hilft somit nur Energiesparen und höchstmögliche Energieeffizienz: Umsteigen auf Füsse, Rad, Bus und Bahn, wo immer es – heute und sofort schon sehr oft - geht. Sowie Abrüsten bei den PS-strotzenden SUV-, Grosskarossen- und Geländewagen-Abgasboliden.
Nicht anders verhält es sich mit dem Flugverkehr: Was sich bei vielen festgefressen hat, dass Urlaub immer mit per Flugreisen angesteuerten Ziele verbunden sein müsse, ist nicht weiter haltbar; der verkehrspolitische Wahnsinn und Klima-Harakiri- herrscht längst auch in der Luft – und im Erdinger Moos.
Das Umsteigen muss organisiert ge- und befördert werden, wie der Kommentator es zutreffend beschreibt: Mit massiven Angebotsverbesserungen bei Bus und Bahn: durchgehender Halbstundentakt im Bahn- Regionalverkehr, wo immer ein Fahrgastpotential dafür zu heben ist. Dasselbe, zumindest Stundentakt, gilt für ein Fernverkehrs-Grundangebot für alle Oberzentren.
Dazu braucht es den Abbau des mittlerweile äusserst unübersichtlichen Tarifwirrwarrs sowie - ganz entscheidend – aller umweltschädlichen Subventionen. Seien es die für den Flugverkehr oder die Privilegien für die meist übermotorisierten PS-starken Dienstwagenflotten.
Unverzichtbarer Baustein einer nachhaltig-ökologisch-sozialen Energie- und Verkehrswende ist ein intelligentes ökologisch-soziales Steuersystem. Damit sich sozial- und umweltverträglich-verantwortliches Verhalten – auch die Vermeidung von unsinnigem Verkehr / Transport - auch finanziell rechnet und lohnt - und nicht die Verschwendung von Ressourcen und das weitere unhinterfragte (auch Güter-) Verkehrswachstum.
Johann Meindorfer- Zu Fuss, per Rad, mit Bus und Bahn kommt man günstig gut voran!