Baumschule Horstmann/Pflanzenschutz

die Aktion „Landschaft prägt Tour 2017“

Landschaft prägt

Untersiemau
Das Bayernweite JBN Kinderzeltlager fand in diesem Jahr unter dem Motto „dreckig aber glücklich“

in Gallhofen in der Flußaue der Laaber statt. Neben der Jugendorganisation BUND Naturschutz (JBN) Bildungsreferentin Regina Kaufmann, München, waren die jungen Untersiemauer Adrian Rüdiger, Alina Rüdiger, Lea Anna Kamen, Silvana Peschek und Dana Peschek, alle Untersiemau, mit der Durchführung verantwortlich. Über 70 Kinder und Jugendliche aus ganz Bayern, verlebten einige Tage mit Gleichgesinnten die Wildnis rund um den Zeltplatz kennen. Unbekannte Tierspuren, seltene Heilpflanzen und ein unterhaltsames Lagerleben waren die Höhepunkte der Erlebnistage.
Als Dank für ihren ehrenamtlichen Einsatz wurden die Untersiemauer Jugendlichen auf dem Heimweg in die Zentrale des BUND Bayerns eingeladen. Hier wurde besonders die Aktion „Landschaft prägt Tour 2017“ besprochen. Diese findet am Samstag, den 30. September in Untersiemau statt. Teilnehmen können außer den JBN Führungskräfte auch Gruppenleiter-innen, Multiplikator-inen, Pädagog-innen und Naturschutz interessierte Bürger und Bürgerinnen, auch eigene Kinder sind willkommen. Die Leitung des eintägigen Seminars haben Regina Kaufmann, München, Dana und Ivonne Peschek, Untersiemau. Unterstützung erfahren die Referentinnen von den Mitgliedern der Ortsgruppe Untersiemau des BUND.
Was steckt hinter dieser bayernweite Tour dahinter, erläutert Regina Kaufmann:
„Nehmen Kinder die Landschaft genauso wahr wie wir? Ist für sie ein Gewerbegebiet hässlich? Sind für Kinder dieselben Dinge „sehenswert“ wie für uns Erwachsene? Was macht eine Landschaft ökologisch wertvoll und wer bestimmt das? Bilder, die Gruppenleiter-innen aus ihrer eigenen Kindheit im Kopf haben wenn sie an ihre Heimat denken, sind andere als die, welche unsere Kinder später im Kopf haben werden und wieder ihren Kindern erzählen. Landschaft ist ständig im Wandel. Wir wollen mit euch durch „eure“ Landschaft streifen und den Blick auf die jeweilige Einzigartigkeit richten - mit allem was dazu gehört: Flächenversiegelung, moderne Landwirtschaft, ein Biotop, das wieder belebt wurde, ein Heustadel, der sich in die Landschaft einfügt.
Wichtig ist uns, gemeinsam mit euch Ideen zu entwickeln, wie das Thema ganz praktisch in der Gruppenarbeit umgesetzt werden kann. Wir werden gemeinsam eure ideale Landschaft in einer Obstkiste entstehen lassen oder versuchen, wie gut sich eine Landschaft einem Blinden erklären lässt. Seid gespannt auf viele neue Ideen, um das Thema Landschaft in der Kindergruppenarbeit zu entdecken!
Leben entdecken – zu Fuß Die Landschaftselemente von Oberfranken sind auf engem Raum in Untersiemau zu finden. Streuobstwiesen, Intensive Landwirtschaft, Biotope, die ICE Strecke vor der Haustür. Wir wollen genau diese Landschaft um das BN-Grundstück der „Untersiemauer Gruppe“ erkunden. Zusammen mit Mitgliedern der Jugendgruppe vor Ort werden wir unser Auge für landschaftsprägende Besonderheiten, natürliche und angelegte Elemente, Veränderungen und Fehlentwicklungen schärfen.
Leben entdecken – mit dem Gaumen Wie jedes Jahr lassen wir es uns gut schmecken. Im BN Garten werden wir gemeinsam an der offenen Feuerstelle kochen oder den Lehmbackofen anheizen. Außerdem gibt es den frisch gepressten Apfelsaft von den eigenen Streuobstwiesen. Wir werden die kulinarische Vielfalt der Region, auf unseren geschmückten Tisch zaubern.
Leben entdecken – in der Praxis (Nachmittag) Wir wollen aus dem reichen Fundus der Teilnehmer-innen und der JBN schöpfen. Gemeinsam werden wir Ideen und Aktivitäten zum Thema entwickeln, die bei euch in der Gruppe oder in der Arbeit mit Kindern umgesetzt und ausprobiert werden können. Gerne geben wir euch Ideen zur Gestaltung einer Gruppenstunde mit auf den Weg“.
Anmeldungen sind bis zum 15. September über die Homepage www.jbn.de zu richten. Die Unkosten belaufen sich für Erwachsene 25€, Kinder 5€, Samstag 30. September von 10.00 bis 17.00 Uhr. Treffpunkt der BN- Garten am Ortsrand von Untersiemau in Richtung Großheirath.
Heinz Stammberger