Baumschule Horstmann/Pflanzenschutz

Igelfreunde

Igelfreunde

Igel im Garten baut sich ein Nest
Igel im Garten baut sich ein Nest Igel im Gartenbaut sich schon am 22.Oktober 2014 ein Nest, oder ein Winterschlafplatz. Foto: Heinz Stammberger

Liebe Igelfreunde,
herzlichen Dank für Ihr Engagement bei unserem Bürgerforschungsprojekt „Igel in Bayern“. Jede Igelmeldung ist wichtig und hilft uns, den Igel zu schützen.
Bisher konnten wir herausfinden, dass es unsere Igel schwer haben, geeignete Lebensräume zu finden. Die größten Probleme sind zu schnelles Fahren im Straßenverkehr, eintönige Gärten und Flächenversiegelung.
Wie leicht (besser gesagt: wie schwer) Igel in einen Garten hineinkommen, zeigt uns eine aktuelle Begleitstudie: Im dichten Siedlungsbereich kann durchaus eine große Anzahl an Igeln leben, aber nur die Hälfte dieser Gärten ist für die Stachelritter auch erreichbar. Nahrungsarmut, eine steigende Parasitenbelastung und letztendlich eine geringe Lebenserwartung sind die Folgen. Wenn Sie die Igel kurzfristig unterstützen möchten, können Sie das durch eine Zufütterung im Garten tun: Katzenfutter vermengt mit Igeltrockenfutter, Weizenkleie oder Haferflocken - keinesfalls Milch!

Mit einer Igel-Patenschaft unterstützen Sie den Gartenbewohner dauerhaft. Außerdem fördern Sie dadurch Studien und Projekte für den Igel in Bayern. Machen Sie mit - werden Sie jetzt Igel-Pate!
Martina Gehret- Projektleiterin und Igel-Expertin
P.S. Igelhäuser, Futter und Plüschtierefinden Sie in unserem LBV-Shop.Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) e. V.Eisvogelweg 1
91161 Hilpoltstein
Deutschland
Liebe Igelfreunde,
es wird langsam ruhiger auf unserer Homepage "Igel in Bayern". Der ein oder andere Igel scheint laut unserer Online-Meldekarte noch unterwegs zu sein. Aber die Mehrzahl unserer Stachelritter befindet sich dann doch im Winterschlaf.
Der Winterschlaf ist an sich aber kein freiwilliges Verhalten, der bei Nahrungsmangel oder Kälte spontan einsetzt. Im Gegenteil: Er ist ein hochkomplexer Prozess, bei dem das Nervensystem, der Hormonhaushalt, der Stoffwechsel und der Blutkreislauf miteinander genau abgestimmt reagieren. Auslöser für den Winterschlaf sind verschiedene Faktoren. Die abnehmende Tageslichtlänge, das Körpergewicht des Igels, die Außentemperaturen sowie der Hormonhaushalt. Der Winterschlaf oder auch "Hibernation" genannt, ist eine im Jahreszyklus fest verankerte Verhaltensweise. Deshalb sollte auch jedes Tier, das sich in menschlicher Obhut befindet, schlafen dürfen.
Während des Winterschlafes leben unsere Igel von dem im Sommer angefressenen Vorrat an Körperfett. Bereits Anfang Oktober ziehen sich die Igelmännchen zurück. Danach folgen die Weibchen, nachdem sie sich von der Jungenaufzucht erholt haben. Und zu guter Letzt gehen die Jungigel schlafen.
Es kann vorkommen, dass Igel bei wärmeren oder frühlingshaften Temperaturen erwachen und deshalb vermehrt gesichtet werden. Die „natürlichen Aufwachphasen“ während des Winterschlafes kommen wetterunabhängig ca. alle 2-3 Wochen vor. Sie sind wichtig, damit es zu keinen Ausfallerscheinungen der inneren Organe kommt.
Igel verbrauchen ca. 30 bis 40 % ihres Körpergewichtes während des Winterschlafes. Davon wird der Löwenanteil für die natürlichen Aufwachphasen benötigt. Igel, die während des Winters erwachen, verhalten sich oft ruhig in ihrem Winternest und schlafen nach einer Weile wieder ein. Andere Stachelritter werden aktiver und wechseln ihr Quartier. Das eigentliche Erwachen im Frühling tritt bei länger anhaltenden Außentemperaturen um die 10 Grad ein.

Igelunterkunft 2017-

Igel- Unterkunft im Winter 2017
Igel- Unterkunft im Winter 2017 Foto: Heinz Stammberger

Igelunterkunft neben Kompst

Igel überwintert neben Kompost
Igel überwintert neben Kompost Foto: Heinz Stammberger