Die Querkelfelsen bei Schloss Hohenstein

Die Querkelfelsen

Die Querkelfelsen bei Schloss Hohenstein
Mitten in dem Berg, auf dem heute das schöne Schloss Hohenstein steht, lag ehemals Gold und Silber verborgen. Mehr als ein Schock Querkel, lauter kleine Männlein, hatten einen Stollen in den Berg getrieben und werkelten Tag und Nacht, den Schatz zu heben. Mit den Bauern aus dem nahe gelegenen Dorf Stöppach pflegten die Querkel gute Freundschaft. Sie halfen in den kalten Wintertagen beim Dreschen. Da ging die Arbeit flott voran und die Bauersfrau trug Brot und Geräuchertes zum Vesper auf. Die Querkel brachten dann und wann manche Golddukaten mit oder schenkten den Kindern glitzernde Steinchen. In die Häuser armer Leute kamen sie und halfen im Sommer bei der Ernte mit oder putzten die Kühe im Stall. Bald war im Dorf der Wohlstand eingekehrt. Einmal hatte eine Bauersfrau vergessen, den Querkeln das Abendbrot zu richten. Als die Arbeit beendet war, sprangen die Querkel in die Küche, um den Vesperschmaus zu holen. Da nichts auf dem Tisch stand, öffneten sie die Vorratstruhe und nahmen sich Brot und Fleisch, jeder ein winziges Stücklein zum Essen. Gerade als sich der Letzte über den Truhenrand beugte, kam der Bauer zur Tür herein. Weil er aber geizig und habgierig war, glaubte er, die Querkel hätten sich mehr genommen, als ihnen zustand. Er ergrimmte gewaltig, holte seinen Ochsenziemer und schlug auf die kleinen Männlein unbarmherzig ein. In ihrer Not sprangen sie durch Tür und Fenster, heulten, jammerten und flohen dem Hohenstein zu. Querkel
Nachts, als alle Bauern schliefen, machten sich die Querkel daran und warfen riesige Steinblöcke den Hang hinunter, luden ihre Schätze und den Hausrat auf die Wägelchen und machten sich auf und davon.
Am nächsten Tag warteten die Bauern von Stöppach vergeblich auf ihre Helfer. Als sie nach dem Berg liefen, um Ausschau zu halten, da sahen sie, dass die Felsen, die vorher den Berg gekrönt hatten, jetzt am Fuße des Berges lagen. Ein Glück, dass die Kraft der Querkel nicht ausgereicht hatte, sie noch weiter zu schleudern.
Von Stund an ging es mit dem Wohlstand im Dorf zurück, und bald war Stöppach von den Nachbargemeinden nicht mehr zu unterscheiden. Die Steine am Bergeshang nennt man heute noch die Querkelsteine.

Quellenhinweis: Andreas Stubenrauch
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Stöppach 700 Jahre wird 2017 gefeiert, hier kommt auch das Theaterstück " Zwerg sei Dank- oder: warum die Querkel Stöppach verliesen" vorgeführt von ortsansässigen Kindern.........zurück zum Programm 700 Jahre Stöppach---------

Theaterstück Querkeln

Eine Klasse der Coburger Rudolf-Steiner Schule
hatte die Idee nach einer Wanderung, die auch nach Hohenstein zu den Querkelfelsen führte ein Theaterstück daraus zu machen. Nach einer alten Sage wohnten früher in Hohenstein fleißige Querkel. Diese halfen den Stöppacher Einwohner bei der schweren Feldarbeit und auch bei sonstigen Arbeiten im Haus und Hof. Sie nagelten, hämmerten und sägen wenn immer Not am Mann – oder Frau – war. Als Lohn verlangten sie nur eine kräftige Brotzeit. Die Drittklässler der Schule probten fast rei Wochen lang jeden Tag und ließen die Sage der „Querkelsteine“ die noch heute im Wald zwischen Hohenstein und Stöppach als große Felsen liegen neu aufleben. Viel Erfolg daran hatte auch die Klassenoma Helga Wank aus Stöppach. Sie ließ es sich auch nicht nehmen die Rolle einer Oma im Theaterstück zu übernehmen. Dies freute besonders die Klassenlehrerin Andrea Härthy. Dass die Hilfe der Querkel abrupt beendet wurden, liegt an den Geiz eines Bauern. Anstatt eine Brotzeit den fleißigen Helfern zu geben, verjagte er sie mit einem Stock vom Hofe. Voller Zorn zogen sich die Querkel dann nach Hohenstein zurück und schleuderten die großen Felsbrocken in Richtung Stöppach. Die kleinen Helfer waren aber nicht stark genug diese Felsen bis ins Dorf zu schleudern, deshalb liegen die Steine noch in der Nähe des Berges liegen. Sie sind heute noch zu sehen. Ein Rundwanderweg wurde in neuester Zeit angelegt. Die Querkel – Zwerge waren seit diesem Ereignis nie mehrin Stöppach zu sehen.

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