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Planetenweg Untersiemau - Unnersdorf

Herbert Göckel

Herbert Göckel an einem Planeten
Herbert Göckel an einem Planeten Repro / Foto: Heinz Stammberger

Herbert Göckel hat den ersten Planetenweg geplant und errichtet.

Planetenweg Anfahrt

Planet Uranus
Planet Uranus Repro / Foto: Heinz Stammberger

Planetenweg Unnersdorf - Banz - Banzer Wald - Untersiemau - Altenbanz Steglitz - Unnersdorf
Anfahrt:
B 173 bis Ausfahrt Staffelstein Nord, weiter Richtung Banz, Kreisverkehr, Umgehungsstraße nach Unnersdorf.
Parken: Wanderparkplatz/ Banzer Straße unterhalb Berggasthof - am Pluto
.

Der erst astronomische Lehrpfad

Planetenweg Untersiemau
Planetenweg Untersiemau Repro / Foto: Heinz Stammberger

- Planetenweg, ist der erste astronomische Lehrpfad in Deutschland zwischen Unnersdorf und Untersiemau. Er wurde von Herbert Gockel aus Untersiemau geschaffen. Er stellt die gigantischen Entfernungen und die bizarren Größenverhältnisse im Maßstab von l :850 Millionen dar. Die Entfernung zur Sonne beträgt fast 6 Milliarden Kilometer. Wir haben also einen Weg von ca. 11 km vor uns.

Hinweis: Den Rückweg bitte genau planen. Da keine öffentliche Verkehrsmittel zwischen Untersiemau und Unnersdorf verkehren, muß der Rückweg ebenfalls gewandert werden. Für Hin- und Rückweg sollte ein voller Tag eingerechnet werden. Für Familien sollte nur der Hinweg vorgesehen werden. Rückweg eventuell mit einem am Ziel geparkten PKW. Brotzeiten und Trinken nicht vergessen.

Der Planetenweg beginnt am Pluto

Planet Puto
Planet Puto Repro / Foto: Heinz Stammberger

Unser Weg beginnt mit dem Planeten Pluto.
Soweit man heute weiß, ist er der äußerste Planet in unserem Sonnensystem, mit einem Durchmesser von ca. 2200 km. Es gibt da noch ein paar kleinere Himmelskörper, die aber nicht als Planeten gelten. Der Pluto ist in jeder Hinsicht ein Außenseiter im Sonnensystem, während die anderen Planeten Gasriesen sind, ist er der einzige, der äußeren Planeten, der aus festem Gestein und Eis besteht. Außerdem hat er eine sehr stark gekrümmte Umlaufbahn. Als weitere Besonderheit ist er ein Doppelplanet, er hat, wie unsere Erde einen Mond, der heißt Charon und ist 1/2 so groß wie der Pluto selbst, deshalb spricht man von einem Doppelplaneten.
Der Pluto wurde erst in unserem Jahrhundert entdeckt und zwar 1930, sein Mond Charon erst 1978. So spät deshalb, weil man früher keine besseren Fernrohre hatte, er ist ja auch der kleinste und rund 6 Milliarden km von der Sonne entfernt. Die Oberfläche hat eine Temperatur von - 200°C, die Sonne hat bei dieser Entfernung kaum noch wärmende Wirkung, die Temperatur im Weltall hat -270°C.
Wir werden uns jetzt mit Riesenschritten auf den Weg machen, weil wir mit einer Schrittlänge von knapp 80 cm ca. 500 000 km zurücklegen, also wundert euch nicht, wenn die Luft den Banzer Berg hoch etwas knapp wird. Wir überqueren die Straße, folgen den Fußweg links aufwärts durch Neubanz zum Kloster Banz. Davor gehen wir rechts und nach 50 m links durch ein Gartentor, dann durch den Mauereingang zur Stiftskirche St. Petrus und St. Dionysius,erbaut 1114 durch Bischof Otto I. von Bamberg. Nach der Besichtigung und dem Ausblick von der Terrasse ziehen wir rechts um die Kirche, über den Innenhof zum großen Tor. Überschreiten auch die Straße und den Parkplatz und wandern geradeaus in den Wald, als Markierung dienen uns die blauen Schilder mit dem Aufdruck Planetenweg, teilweise findet man an Bäumen auch eine gelbe Sonne. Bei schönem Wetter kann man linksseitig Gleitschirmflieger beobachten. Ein kleiner steiniger Seitenweg führt uns zu den Waldseilgarten. Hier kann, falls geöffnet eine Brotzeit eingenommen werden, oder auf den Sitzbänken die mitgebrachte Brotzeit verzehrt werden.

Planeten Neptun

Planet Neptun
Planet Neptun Repro / Foto: Heinz Stammberger

Bald erreichen wir die nächste Station, den Planeten Neptun (2,4 km)

Vom Pluto hörten wir, dass er aus festem Gestein und Eis ist. Wir stehen jetzt vor dem Neptun, er ist der erste der Gasriesen, und wurde benannt nach dem römischen Gott des Meeres. Auf dem Bild, sieht man, dass er schön blau ist, er ist also nach der Erde, die man ja den blauen Planeten nennt, der zweite blaue Planet im Sonnensystem. Die Farbe kommt von den Gasen, vor allem Methan, aus denen der Neptun besteht. Er hat keine feste Oberfläche, man könnte also auch nicht auf Ihm landen, Außerdem gibt es hier Wirbelstürme mit einer Windgeschwindigkeit von über 2 000 Stdn/km. Ein Sturm, z. B, der Fleck auf dem Bild, ist größer als die Erde. Der Neptun wurde von Johann Gottfried Galle in Berlin 1846 entdeckt, nachdem die Bahn des Neptun aus den Störungen der Uranusbahn von Le Verrier berechnet worden war. Das zeigt aber auch, dass man zu dieser Zeit schon brauchbare Ferngläser hatte. Mit bloßem Auge kann man ihn nämlich nicht sehen. Der Neptun hat einen Durchmesser von ca. 49 000 km und besitzt 8 Monde, 6 von denen, wurden erst 1989 vom Voyager 2, beim Vorbeiflug entdeckt. Deswegen hat man vom Neptun auch so ein schönes Bild, das kann nur von Raumsonden gemacht werden. Beim Pluto soll erst etwa im Jahr 2015 so eine Sonde vorbei schauen, dann wird man auch vom Pluto näheres erfahren.

Wir wandern auf dem breiten Forstweg weiter durch den Wald, gehen an der großen Kreuzung leicht links und gleich wieder rechts. Der Weg steigt wieder an und führt zu einem Freiplatz. Hier ziehen wir nach rechts durch den herrlichen Laubwald, vorbei an einem
Wegkreuz und einem alten Kilometerstein mit Ausblick. Unser Weg fuhrt geradeaus weiter am Kulch (484 m) vorbei, an der folgenden Gabelung halten wir uns rechts. Überschreiten eine Kreuzung und kommen abwärts aus dem Wald. Mit dem Forstweg wandern wir links, der dann abwärts zur nächsten Station führt, dem Uranus (4,8 km)

Der Uranus ist dem Planeten Neptun ähnlich, nur etwas größer, ca. 51 000 km. Stürme wie am Neptun kommen nicht vor, das kann man auch an diesem Foto erkennen. Man nimmt an dass die einzigartige Stellung der Drehachse beim Uranus die Ursache dafür ist, dass hier eine ruhige Atmosphäre herrscht. Er hat auch mehrere Monde, hier steht 15 Stück, inzwischen hat man weitere gefunden, diese Angabe basiert ja auf Erkenntnissen von vor mehr als 10 Jahren. Der Uranus wurde 1781 von einem deutschen Staatsbürger Wilhelm Herschel entdeckt, der anfangs des 1. Weltkrieges nach England gegangen ist um weiterhin Forschungen betreiben zu können. Er hat zu der Zeit auch die ersten Fernrohre gebaut, die größer als l m Durchmesser waren.

Planet Saturn

Planet Saturn
Planet Saturn Repro / Foto: Heinz Stammberger

Wir haben jetzt etwa die Hälfte zurückgelegt und haben also noch 3 Milliarden km bis zur Sonne.
Wir überqueren den Querweg, überschreiten die kleine Anhöhe und streifen am Wald entlang. Nun haben wir die Möglichkeit, nach links weiter am Wald bleiben, dann rechts in Teerstraße vorbei an einer ehemaligen Tongrube, einer Straßenunterführung bis wir nach wenigen Minuten den Saturn erreichen (7,3 km).
Hinweis: Bevor wir in die Teerstraße einbiegen lohnt sich ein kleiner Umweg. Schräg gegenüber der Teereinfahrt, im Lichten Holz befinden sich etwas versteckt zwei zwei uralte Linden, die auf mehrere hundert Jahre geschätzt werden. Wenn wir an der Straßeneinmündung rund 50 Meter weiter auf der Gemeindstraße nach Zielgendorf gehen, finden wir rechter Hand im dichten Unterholz versteckt eine uralte „Zigeunereiche“
Der Saturn ist auch ein Gasriese, allerdings besteht er weniger aus Methan, mehr aus Wasserstoff und Helium. Deshalb ist seine Farbe auch viel heller. Auch hier gibt es, wie auf dem Neptun, große Wirbelstürme. Es fällt das große Ringsystem auf, das ist sogar von der Erde aus zu sehen. Auch Neptun und Uranus hat ein Ringsystem, nur wesentlich kleiner, die sind auch viel später entdeckt worden. Man weiß noch nicht all zuviel über den Ring, nur dass sich auch einige Monde in diesem Ring befinden, die ihn stabilisieren und deshalb nennt man sie, die Schäfermonde, weil sie auf den Ring aufpassen, dass er sich nicht verflüchtigt. Der Ring besteht aus kleinen Eisbrocken, Gesteinsbrocken und Staub, alle nur ein paar Millimeter groß, es sind aber unendlich viele, sie düsen sehr schnell um den Saturn herum und das stellt sich wie ein großer Ring dar. Die langen Streifen sind Wolken, die ziehen sich so lang, weil sich der Saturn so schnell dreht. Er hat einen Durchmesser von ca. 120 000 km und 21 Monde, damit ist er der Planet mit den meisten Monden. Die sind allerdings sehr klein, kleiner als unser Erdenmond. Nur einer, Titan genannt, ist ein richtig großer mit 5 000 km Durchmesser und hat als Besonderheit eine dichte Atmosphäre, die anderen Monde, auch unser Erdenmond hat ja fast keine Atmosphäre. Vom Titan weiß man noch nicht viel, weil man nicht durch die Atmosphäre schauen kann. Seinen Entdecker kennt man nicht. Der Titan ist schon mit bloßem Auge zu sehen und deshalb schon seit altersher bekannt.

Planet Jupiter

Planet Jupiter
Planet Jupiter Repro / Foto: Heinz Stammberger

Nach dieser Station marschieren wir weiter bergab, neben der Straße finden wir den Naturlehrpfad Lebensraum Streuobstwiesen, Info-Tafeln klären über Pflanzen und Tierwelt auf.Für Bienenfreunde steht eine Klotzbeute am Wegesrand. In den Astlöchern der alten Obstbäume wächst der auf der Roten Liste stehende Saftporling, eine Pilzart die nur an sehr alten Obstbäumen noch vorkommt. Bald erreichen wir den Zielort Untersiemau, haben aber noch fünf Stationen bis zur Sonne. Die nächste ist gleich nach Ortseingang der Jupiter (8,4 km).

Wir stehen vor dem Jupiter, zu den Namen sollte man vielleicht einmal sagen, dass alle Planeten, die wir bisher kennen gelernt haben, nach Götter benannt wurden, die alle miteinander verwandt sind. Uranus das war der Stammvater, der Saturn war sein Sohn, sein» Frau war die Gaia, darunter verstehen wir heute die Erde. Der Jupiter, der Neptun und der Pluto sind Söhne des Saturn.

Der Jupiter ist auch ein Gasplanet, auf dem es auch Wirbelstürme gibt. Bekannt ist der große Wirbelsturm, der schon seit 300 Jahren wütet, er wird der Große rote Fleck genannt, der auch von der Erde aus sichtbar ist. Auffallig ist die Färbung, die mehr orange-gelblich ist, das kommt vom Schwefel und Phosphor der in dem Gas vorhanden ist. Der Jupiter hat einen Durchmesser von 143 000 km und auch eine ganze Reihe von Monden, 16 Stück, 4 davon sind besonders groß, die hat seiner Zeit schon Galilei-Galileo mit seinem relativ primitiven Fernrohr sehen können.

Zwischen Jupiter und Mars

Planet Mars
Planet Mars Repro / Foto: Heinz Stammberger

Zwischen Jupiter und Mars

In diesem Bereich gibt es noch eine ganze Reihe von Himmelskörpern, die sind ziemlich klein und werden Asteroiden oder Kleinplaneten genannt. Ein paar Tausend von diesen Körpern bilden einen richtigen Gürtel und die sind hier in diesem Bereich für die Raumfahrt ziemlich gefährlich. Für die unbemannten Sonden, die zum Jupiter geflogen sind, hat man schon befürchtet, sie könnten getroffen werden. Die Angst war aber bis jetzt unbegründet, da der Abstand offensichtlich doch noch groß genug ist. Der größte dieser Körper hat einen Durchmesser von ca. 1000 km und heißt Peres. Die Asteroiden zählen aber nicht zu den Planeten und sind deshalb hier am Planetenweg auch nicht vorgestellt.

Wir marschieren in den Ort, biegen nach dem Weiher rechts in die Schlossstraße ein und umwandern das Schloss Untersiemau. Eine Besichtigung der privaten Anlage ist, wenn geöffnet, zu empfehlen. Weiter gehen wir links durch Leopoldstraße aufwärts, vorbei an der Kirche, zur Coburger Straße. Überschreiten sie gerade und gehen an der Brauerei Murmann vorbei durch den Prinzenweg. Der Planetenweg zweigt bald links in den Alten Coburger Weg ab, führt am Schulsportplatz vorbei und es folgen auf kürzeste Entfernung die restlichen Planeten, angefangen mit dem Mars (9,0 km).

Nun sind wir bei den erdähnlichen Planeten, erdähnlich deshalb, weil sie alle wie unsere Erde eine feste Oberfläche haben und auch in der Größe einander ähnlich sind. Dagegen sind die Gasriesen, die wir bisher gesehen haben ja sehr große Körper. Der Mars ist etwa halb so groß wie die Erde, ca. 7000 km Durchmesser. Er ist das Ziel der nächsten bemannten Raumfahrt, warum das so ist, hat folgende Gründe. Der Abstand zur Erde ist relativ gering, zwischen 55 und 377 Millionen km und er ist schon in Sichtweite. Außerdem bietet der Mars erdähnliche Bedingungen. Die Temperatur liegt zu bestimmten Zeiten bei angenehmen + 26° C. Tageslänge und Jahreszeitenwechsel sind auch denen der Erde ähnlich. Die Atmosphäre enthält jedoch nur wenig Sauerstoff und hat sehr geringen Druck, aber keine giftigen Gase, Der Mars hat auch eine relativ glatte Oberfläche, auf der man gut landen kann. Die Oberfläche besteht im wesentlichen aus rötlichem Sand und Gesteinsbrocken. Krater und lange, breite Täler überziehen die wüstenartige Oberfläche. Es gibt aber Sandstürme, die recht ordentlich um den Mars wehen. An den Polen sind auch Eiskappen, die aber nicht aus
Wasser sondern aus gefrorenem Kohlendioxid sind. Der Mars besitzt 2 Monde, mit 16 km und 58 km Durchmesser, die ihn in ca. 9 000 und 23 000 km Entfernung umkreisen.

Unsere Erde

Planet Erde
Planet Erde Repro / Foto: Heinz Stammberger

Ihm folgt der blaue Planet, unsere Erde (9,45 km)

Die Erde ist wohl der einzige Planet in unseren Sonnensystem, der so richtig lebensfreundlich ist, er hat einen Durchmesser von 12 756 km. Ob es in anderen Sonnensystemen, ähnliche Planeten gibt, weiß man bis heute noch nicht so genau. Die Besonderheit der Erde ist der Mond, den wir ja Nachts gut sehen können. Er hat einen Durchmesser von ca. 3 476 km und ist von der Erde fast 385 000 km entfernt. Der Mond ist für uns lebenswichtig, er stabilisiert nämlich unsere Erdachse, die im Laufe der Jahrhunderte doch etwas herum schwankt und wenn wir keinen Mond hätten, wäre das noch stärker. Wir hätten noch größere Klimaschwankungen und es gäbe noch mehr und öfter Warm- und Eiszeiten.

Die Raumstation, die jetzt im Bau ist und in ca. 380 km Höhe um die Erde kreist, hat bei dem Maßstab dieses Planetenweges, einen Abstand zur Erde von ca. 1/2 mm.

Venus

Planet Venus
Planet Venus Repro / Foto: Heinz Stammberger

Als vorletzten Planeten erreichen wir die Venus (9,5 km)
Die Venus wird auch der Schwesterplanet der Erde genannt. Sie ist der nächstgelegene Planet, fast genau so groß wie die Erde und hat etwa dieselbe Masse. Sie hat eine so schöne Wolkenstruktur und eine so dichte Atmosphäre wie die Erde. Sie besteht aber nicht aus so guter Luft, sondern auch aus Schwefelsäure und die zerstört die Raumfahrzeuge, die dahin fliegen. Es gab schon unbemannte, die dort gelandet sind und die wurden in wenigen Minuten zerstört. Darum gibt es keine guten Bilder von dort. Die Venus hat keinen Mond, das ist ein wichtiger Unterschied zur Erde und da sie näher an der Sonne ist, herrschen dort ca.500°C.

Planet Merkur

Planet Merkur
Planet Merkur Repro / Foto: Heinz Stammberger

An der letzten Planeten-Station Merkur (9,55 km) vorbei
(Der Merkur ist der kleinste der erdähnlichen Planeten, mit einem Durchmesser von knapp 5 000 km. Er ähnelt mehr dem Erdenmond, hat auch keine Atmosphäre. Deshalb verglühen die Brocken, die in seiner Nähe umherfliegen, nicht. Wenn sie auf seiner Oberfläche einschlagen, verursachen sie große Krater. Die Brocken und Krater bleiben dann aber auf der Oberfläche lange erhalten, weil es keine Meere und keine Bewegungen durch Vulkanismus und Erdbeben gibt, die das mit der Zeit wieder einebnen würden.)

Unsere Sonne - Sart oder Ziel

Sonne
Sonne Schweinezucht auf Bio- Basis

kommen wir zu unserem Zentralgestirn auf der Galgenhöhe, der Sonne (9,6 km)
Die Sonne unterscheidet sich von allen anderen Himmelskörpern durch ihre Größe, 1,4 Millionen km im Durchmesser. Sie hat mehr Masse als alle, die wir bisher sahen, zusammengenommen. Sie unterscheidet sich natürlich auch dadurch, dass sie unendlich viel Licht und Wärme produziert. Das kommt bekanntlich daher, dass sich in ihrem Innern Atomkerne verschmelzen, aber das brauchen wir jetzt nicht näher zu erklären. Dadurch hat ihre Oberfläche eine Strahlungstemperatur von 6 000°C und wärmt uns manchmal so schön, obwohl wir 150 Millionen km entfernt sind. Die Sonne ist ein sehr bewegter Himmelskörper, wir sehen z.B. diese dunkleren Flecken, das sind etwa l 500 °C kühlere Stellen, auf der Sonnenoberfläche, die von Magnetfeldern verursacht werden, die kann man ja auch von der Erde aus sehen. Jetzt haben wir einen kurzen Eindruck bekommen von den großen Entfernungen in unserem Sonnensystem. Zu den anderen Sternen sind die Entfernungen ja noch wesentlich größer und wenn der Astronaut Neu Armstrong, beim Betreten des Mondes gesagt hat;das sei ein großer Schritt für die Menschheit, dann stimmt das natürlich, in Anbetracht der enormen technischen Leistung, der Landung auf einen anderen Himmelskörper, aber wir sehen andererseits, der Mond ist so nahe an der Erde und die anderen Himmelskörper so weit weg, dass es eigentlich doch nur ein Katzensprung war.

Rückweg

Untersiemau - Zilgendorf - Altenbanz - Forsthaus Banz - Unnersdorf - 10 km - 2 1/2 Stunden

Nach einer kräftigen Brotzeit, leider gibt es in Untersiemau zur Zeit keine empfehlenswerte Einkehrmöglichkeit, gehen wir wieder die gleiche Strecke ein Stück zurück. Nach der Unterquerung der Bundesstraße 289 neu geht es leicht abfallend bis zur nächsten Straßenkreuzung. Links führt eine Straße nach Birkach am Forst und zurück zum Banzer Forst. Wir laufen rechts Richtung Zilgendorf.

Vor Zilgendorf nehmen wir die erste Abzweigung nach links und steigen gerade den Berg empor. Oben gehen wir rechts in den Teerweg, wenn dieser rechts hinunter führt, biegen wir kurz danach links in einen Wiesenweg. Der Weg führt zum Wald, wir dringen ein und wenden uns innen rechts und ziehen weglos bis zum folgenden Querweg. Auf diesem steigen wir links hoch zum Forstweg, dem wir nach rechts folgen. Der bequeme Weg schlängelt sich nahe des Waldrandes dahin, vorbei an Voreichen. An der Gabelung bleiben wir rechts und verlassen mit dem Querweg den Wald nach rechts.

Auf der Straße vor Altenbanz schreiten wir nach links, durch die Senke und aufwärts. Biegen dann wieder links in den Wald und kommen am Steinernen Kreuz vorbei. Kurz danach zweigen wir rechts in einen Waldweg ab und schreiten geradeaus durch den Banzer Wald. Abwärts stoßen wir auf die Teerstraße hindurch, überqueren diese und bewegen uns leicht ansteigend Richtung Steglitz. Bald treffen wir auf den Mainweg (blaues M auf weißem Grund) wandern darauf um den Steglitz herum bis in die Waldecke, da der Weg abwärts nach Stadel führt.

Wir wenden uns links in den Wald, gehen an der Gabelung links und dann gleich rechts leicht abwärts. An der nächsten Gabelung gehen wir rechts und geradeaus. Am breiteren Forstweg marschieren wir nach rechts, über eine Kreuzung und wenig später mit dem Hauptweg nach links. Der Weg geleitet uns aus dem Wald, es eröffnet sich uns ein herrlicher Blick zum Staffelberg und hinauf zum Kloster Banz. Wir wandern am Herzoglich-Bayerischen Forstamt vorbei, biegen rechts in die Teerstraße durch den Banzer Wald ein und kommen bald an Straße hinauf nach Kloster Banz. Auf ihr legen wir nach rechts die letzten Meter zum Parkplatz zurück.

Interessante, aussichtsreiche Wanderung mit einigen Steigungen, Länge ca. 21 Kilometer.

Planetenweg in Untersiemau